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Press Release 2008/10 - German

Tests Bestätigen Keine Freisetzung von Radioaktivität an die Umwelt aus dem IAEO Seibersdorf Labor


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29 August 2008 | Unabhängige Analysen haben bestätigt, dass es nach dem Zwischenfall am 3. August 2008 in einem Labor der IAEO Laboratorien Seibersdorf zu keiner Freisetzung von radioaktivem Material an die Umwelt gekommen ist.

Die Testresultate wurden von den Austrian Research Centers (ARC) zur Verfügung gestellt. Die Analysen stammen von Erd-, Pflanzen- und Wasserproben, die auf dem Aussengelände der IAEO Laboratorien in Seibersdorf, wo sich der Zwischenfall ereignet hat, durchgeführt wurden.

Die Strahlenschutzexperten der ARC bestätigen damit die ersten Ergebnisse des automatischen Überwachungssystems des Labors. Diese Werte deuteten darauf hin, dass es keinerlei radioaktive Freisetzung in die Umwelt gab. Seit dem Zwischenfall unternahm die IAEO konstante Luftanalysen in der Umgebung des Labors. Diese Analysen ergaben ebenfalls keine Hinweise auf eine radioaktive Kontamination.

Eine kleine Menge Plutonium in einer Säurelösung trat aus, als eines von fünf kleinen, versiegelten Probegefäßen zerplatzte, nachdem sich der Druck im Gefäß aufgebaut hatte. Die Probegefäße wurden in einem Stahlsafe aufbewahrt.

Die fünf Probegefäße enthielten weniger als 1 Gramm Plutonium. Das Material wurde im Labor für wissenschaftliche Referenzzwecke gelagert. Fast die gesamte Kontamination wurde innerhalb des verschlossenen Stahlsafes zurückgehalten.

Wie schon berichtet, wurde der automatische Alarm durch die hoch-sensitiven Detektoren des Luftüberwachungs-Systems im Labor ausgelöst. Diese Messungen identifizierten Spuren eines radioaktiven Aerosols in dem Raum, der den Stahlsafe beherbergt. Diese Luftkontamination wurde komplett in den Filtern des Abluftsystemes zurückgehalten. Zur Zeit des Zwischenfalles, der sich um 02:31 nachts ereignete, war das Labor nicht besetzt. Das IAEO Notfallsteam reagierte prompt indem es den fensterlosen Lagerraum komplett versiegelte.

Eine detaillierte Analyse des Zwischenfalls ist noch im Gange. In der Zwischenzeit wurde die erste Phase der Aufräumarbeiten im Lagerraum am Freitag, den 22. August 2008 erfolgreich abgeschlossen.

Nach genauer Beurteilung des Zwischenfalles durch den zustängigen Strahlenschutz-Regulator der IAEO funktionierten die Sicherheitssysteme des Labors ordnungsgemäß und dämmten die Kontamination erfolgreich ein. Der Zwischenfall wurde mit Level 1 (Störung) der Nuklearen und Radiologischen Zwischenfallskala (INES) bewertet. Die INES Skala hat 7 Kategorien, die höchste Stufe 7 wird als "Katastrophaler Unfall" bezeichnet.

Die IAEA Laboratorien in Seibersdorf befinden sich etwa 35 km südöstlich von Wien. Die Laboratorien bieten Möglichkeiten zu Untersuchungen und Training von nuklearer Anwendung auf den Gebieten Umweltschutz, Schädlingsbekämpfung, Pflanzenzucht und Gesundheitsvorsorge von Mensch und Tier, sowie physikalische und chemische Untersuchungen, und nukleare Geräte. Das "Safeguards Analytical Laboratory" in dem sich der Zwischenfall ereignete, analysiert den Großteil der IAEO Proben bestehend aus geringen Mengen an nuklearem Material (Uran und Plutonium), welche die Inspektoren der IAEO aus zivilen nuklearen Anlagen sammeln. Dies ist ein Bestandteil der Safeguards Verifizierungsprozesse.

Andere Quellen:
» Zwischenfall Mit Radioaktivem Material Im IAEA Labor - Keine Freisetzung Von Radioaktivität An Die Umwelt, 3 August 2008
» International Nuclear and Radiological Event Scale (INES) [pdf]

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